Auf eigenen Beinen

Zustand nach Patellarsehnenruptur: knapp 20 Wochen später

Am 20. März, welches der Geburtstag meiner Mutter gewesen wäre, habe ich die Drahtschlaufe aus meinem Knie entfernt bekommen. Die Operation wurde ambulant unter einem Femoralisblock gemacht. Das heißt, mir wurde das Xylonest (Anästhetikum) direkt in die Femoralisarterie gegeben, so dass lediglich das linke Bein betäubt war. Das hat extrem gut funktioniert, muss ich sagen. Der Anästhesist hat es auch gut mit mir gemeint und mich dermaßen mit Propofol abgeschossen, dass ich absolut nichts von der OP mitbekommen habe. Zumindest erinnere ich mich an nichts. 😉 Drei Stunden nach der OP konnte ich bereits wieder mit Gehhilfen herumspazieren und so durfte mein Mann mich wieder abholen und heimfahren. Zur Schmerzlinderung haben mir Ibu 600 vollkommen ausgereicht.

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Fanfiction Qualität

Aufgrund der stetig sinkenden Qualität der Fanfiction, vor allem auf fanfiktion.de, habe ich heute beschlossen, meine Geschichten aus dem Archiv zu nehmen.

Meinen offenen Abschiedbrief an die dortige Community, könnt ihr hier nachlesen.

Ich stehe mit meiner Meinung auch nicht allein da, wie das Profil einer anderen Autorin auf ff.de sehr deutlich zeigt.

Es ist nicht zu leugnen, dass die Qualität in Deutschlands größtem Multi-Fandom Archiv unaufhaltsam sinkt.

Im dortigen Forum gibt es ein Thema, das zu einer umfangreichen Diskussion, bezüglich der Qualität der Fanfiction in diesem Archiv, geführt hat. Titel: Gründe fürs Wegklicken

Irgendwo auf Seite 160+ steht z. B.

Sicherlich erleichtert eine einigemaßen angemessene Rechtschreibung das Lesen, die Wörter sollten zumindest erkennbar sein, aber unser Gehirn versteht ein Wort, selbst wenn es der Autor so hingeschrieben hat, wie man es ausspricht. Ist der Mensch in der Lage den Sinn eines Textes zu verstehen der komplett in Lautschrift geschrieben ist? Absolut! Sicherlich kann man einen Text vorher durch das RS-Programm jagen, aber wir alle wissen auch, wie kreativ manchmal RS-Programme sein können und schwupps wird der Vorschlag des RS-Programms genommen, weil man denkt das ist richtig und macht alles viel schlimmer. Um zu erkennen, dass ein Wort falsch ist, dass auch der Vorschlag des Programms falsch ist, benötigt man ein gewisses (aus Mangel eines besseren Wortes) Verständnis. Man muss wissen wie es richtig geschrieben wird, tut man das nicht, dann erkennt man es auch nicht als Fehler an. Das menschliche Gehirn ist halt nicht bei jedem gleich gestrickt und herzlichen Glückwunsch an alle, bei denen alles einwandfrei funktioniert.

Ja, und das soll nun eine Rechtfertigung dafür sein, dass auf ff.de keine Qualitätskontrollen stattfinden? Ist ja lächerlich!
Natürlich sprechen wir hier von Hobby-Autoren, aber müssen wir ihnen deshalb den Kopf tätscheln und sie auch noch ermutigen ihren (sorry) Müll hochzuladen, den sie lieblos (am besten am Handy) dahin getippt haben? Die Antwort ist ganz klar: NEIN!

Wozu unser Hirn fähig ist, beweist der folgende Textauszug. Bitte laut vorlesen:

Lseen Sie den Txet bttie luat vor. Ist es nhcit vrebfülnefd, wie enifcah das geilgnt, owbhol kuam ein Bhsucabte am rcihtgein Ort sehtt? Nur der etsre und der leztte Bsuhcbate von jdeem Wrot beliebn eraheltn. Das gnegüt uesnerm Gerhin, um die Wtore zu eekrennn. Das ist acuh der Gnurd, waurm wir nhict wie ein Etkrsälslser Txtee bhscutbaieern meüssn, sdonren füslisg leesn knneön. Auf jeedn Flal enie etsrlauihce Lesintug uensers Giehnrs.

Aber MUSS man eine Fanfiction veröffentlichen, die so oder so ähnlich formatiert ist? Ähm, NEIN!

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The Orville – das andere Star Trek

The Orville – das andere Star Trek – ist meine neue TV-Serien Liebe. Nach der bitteren Enttäuschung bezüglich Star Trek Discovery habe ich ehrlich gesagt nicht mehr damit gerechnet, erneut eine Sci-Fi Serie zu finden, die das alte Star Trek Gefühl in mir wieder zum Leben erwecken könnte. Discovery unterscheidet sich nicht nur rein optisch, sondern auch gefühlsmäßig stark von dem Star Trek, das ich bisher so geliebt habe.

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Aufstieg und Untergang virtueller Serien

Virtuelle Serien – Warum sollte man aufhören, wenn es am schönsten ist? Virtuelle Serien gibt es schon seit sehr vielen Jahren. Ihren Höhepunkt hatten sie in den Jahren 2000 – 2005, danach sank die Popularität drastisch. Zumindest hat es den Anschein, wenn man bedenkt wie viele sogenannte virtuelle Sender es damals gab, die diverse virtuelle … Weiterlesen

Fanfiction-Archive damals und heute

Wer so lange im Internet unterwegs ist wie ich, kann sich bestimmt noch an damals erinnern. Damals war nicht zwingend alles besser – oh nein – aber manches durchaus. So erinnere ich mich zum Beispiel liebevoll an meine ersten zarten Gehversuche im Internet zurück, als noch andere Suchmaschinen relevant waren und Begriffe wie ‘googeln’ fremd waren. Heute findet man nahezu alles über Google – sofern man sich an die neuen HTML-Standards hält. Google hat nämlich im Lauf der Jahre so manche Regel aufgestellt, an die sich Website-Betreiber halten sollten, ansonsten tauchen ihre ach so wertvolles Websites irgendwann nämlich einfach nicht mehr über Google auf. Da helfen notfalls jedoch andere Suchmaschinen aus – und ja, es gibt sie noch. 😉

Besonders gut erinnere ich mich an eine Akte-X Fansite, die damals DIE Anlaufstelle war, wenn man sich mit Gleichgesinnten austauschen wollte. http://txf.net war die kurze und prägnante URL, die wohl so ziemlich jedem Akte-X Fan, der schon einige Jahre im Internet unterwegs ist, ein Begriff sein dürfte. Dort entdeckte ich das Phänomen der Akte-X Fanfictions und fand über das Forum dort auch Fanfiction Archive wie Dana Ds Home, Kristins Heaven, The Truth und viele weitere. 20 Jahre nach dieser umwerfenden Zeit gibt es nur noch zwei Archive, von weit mehr als einem Duzend. Das eine ist Dana Ds Home, das mit dem Serien-Revival ebenfalls wieder ins Leben gerufen wurde, und mein Archiv World of X, das auf dem eFiction Script basiert.

Im Star Trek Fandom hat sich Vergleichbares zugetragen. Allerdings gab es längst nicht zu jedem Star Trek Spin-Off ein eigenes Archiv. Voyager hat jedoch einige kleinere Fanfiction Archive ins Leben gerufen, doch auch von denen ist inzwischen keines mehr über Google auffindbar. TrekNation scheint auch hier wieder die letzte Anlaufstelle für echte Trekkies zu sein. Und auch dieses Archiv basiert auf eFiction.

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Rettet das Internet

Die EU-Urheberrechtsreform wird das Internet, wie wir es kennen, grundlegend verändern – wenn sie denn in der finalen Abstimmung angenommen wird. Das können wir aber immer noch verhindern! Stoppt die Zensurmaschine – Rettet das Internet!

Vier Wochen später

Zustand nach Patellarsehnenruptur: 6 Wochen post OP

Seit meinem letzten Blogeintrag sind rund 4 Wochen vergangen. Morgen liegt die Operation bereits 6 Wochen zurück! Und stellt euch vor, ich kann mein Knie – mit Hilfe eines Trainingsgeräts – inzwischen wieder auf 90 Grad beugen! Ich bin so glücklich! Das schien mir in den ersten Tagen nach der OP kaum jemals wieder möglich. Aber es geht und sogar richtig gut. Ich bin meinem Trainingsplan voraus und die Physiotherapeutin ist sehr zufrieden mit mir. Ab morgen kann ich langsam damit beginnen, die Muskulatur im linken Bein wieder aufzubauen, die durch die Ruhigstellung komplett geschwächt ist. Aktuell schaffe ich es nicht, dass Knie aus eigener Kraft mehr als 3-5 Zentimeter anzuheben. Selbst wenn ich es also belasten dürfte, was noch nicht der Fall ist, könnte ich nicht aus eigener Kraft auf dem linken Bein stehen. Es ist erschreckend, wenn man sich auf die Bewegung eines Gliedmaßes konzentriert und sich sagt “Das hebe ich jetzt an” und dann tut sich praktisch nichts!

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Heilungsprozess

Zustand nach Patellarsehnenruptur: 10 Tage post OP

Am 18. Januar hatte ich meine Knie-OP. Wenn man davon absieht, dass der Femoralis-Katheter leider nichts gebracht hat und ich zwei Tage lang in Agonie verbrachte – man hat mir nicht geglaubt, dass das Schmerzmittel nicht ins Bein, sondern ins Bett läuft! – geht es mir inzwischen einigermaßen gut. Einigermaßen, weil die Umstände natürlich trotz guter Genesung nerven. Ohne Krücken komme ich keinen Meter weit, jeder noch so kleine Gang (aufs Klo etc.) ist eine halbe Weltreise und noch nicht mal duschen oder jede andere Form der Körperhygiene klappt ohne Hilfe. Mein Mann ist wunderbar und unterstützt mich nach besten Kräften. Gegen meinen Frust kann er jedoch nichts tun.

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Wie gewonnen …

… so zeronnnen!

Als ich Ende September letzten Jahres von der Ärztekammer die lange ersehnte Zusage zur Verkürzung meiner Ausbildung zur MFA bekam, war ich zunächst überglücklich und auch ein wenig in Panik. Mit der Zulassung kamen nämlich auch gleich die Prüfungstermine und so hatte ich nur noch rund 6 Wochen Zeit, um mich auf die schriftlichen Abschlussprüfungen vorzubereiten. Mein 40. Geburtstag fiel deshalb aufgrund von massiver Feierunlust wegen des aufgekommenen Stresses ins Wasser. Das war jedoch nur halb so schlimm, da ich eh kein Partymensch bin.

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Trekzember

Da wir in diesem Jahr aus Zeitmangel und anderen Gründen kein Weihnachtswichteln veranstalten und keinen brandneuen Adventskalender zusammenstellen werden (eure Weihnachtsfavoriten werden trotzdem im Weihnachtsspezial erscheinen), haben Amber und ich uns etwas anderes für euch ausgedacht. Aktuell ist ja leider nicht so sehr viel los auf TrekNation und wir dachten, dass es euch womöglich einfach nur an Schreibideen mangelt. Daher haben wir beschlossen, den Trekzember ins Leben zu rufen. Was ein Fictober ist, wisst ihr eventuell, falls aber nicht, erkläre ich es euch in aller Kürze: Der Fictober bietet für jeden Tag im Oktober einen Schreibprompt (ein Wort, eine Dialogzeile etc.), welchen es zu erfüllen gilt. Und der Trekzember ist im Grunde nichts anderes nur eben im Dezember und nicht im Oktober. Wir hätten auch den Ficzember ins Leben rufen können, aber da wir eine Star Trek Community sind, hielt ich den Trekzember für passender und Amber gefiel die Idee auch gut.

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