The Orville – das andere Star Trek

The Orville – das andere Star Trek – ist meine neue TV-Serien Liebe. Nach der bitteren Enttäuschung bezüglich Star Trek Discovery habe ich ehrlich gesagt nicht mehr damit gerechnet, erneut eine Sci-Fi Serie zu finden, die das alte Star Trek Gefühl in mir wieder zum Leben erwecken könnte. Discovery unterscheidet sich nicht nur rein optisch, sondern auch gefühlsmäßig stark von dem Star Trek, das ich bisher so geliebt habe.

Enterprise, das zu Beginn absichtlich nicht Star Trek Enterprise hieß, konnte mich trotz anfänglicher Skepsis nach wenigen Episoden überzeugen. Am Ende der ersten Staffel liebte ich die Serie, auch wenn ich bezüglich eines Prequels wirklich meine Bedenken hatte.
Discovery ist auch wieder ein Prequel und spielt – zumindest in den ersten Staffeln – zwischen Enterprise und The Original Series (aus den 60ern). Während Enterprise zumindest irgendwie den Farbcode, den man aus all den Star Trek Serien zuvor gewohnt war, einzuhalten versuchte, sehen schon allein die Uniformen in Discovery so vollkommen anders aus, dass man sich wirklich fragen könnte: Warum zur Hölle passen die nicht zum Rest des Universums?

Aber lassen wir an dieser Stelle die Negativkritik über Discovery, das würde ausarten. Discovery ist für mich die erste Star Trek Serie, bei der ich mich durch die erste Staffel zwingen musste und deren zweite Staffel ich gar nicht erst sehen wollte. Ich bin Trekkie seit ich ungefähr 10 Jahre alt war und damals The Next Generation mit meinem Vater im Fernsehen verfolgte.
Ich war bestürzt darüber, dass diese Sci-Fi Serie (Discovery) unter dem Star Trek Label produziert und vermarktet wird.

MacFarlane, der bekannt ist für seine Comedy-Produktionen, ist jemand, von dem ich als letztes erwartet hätte, dass er mir das Gefühl ‘meines’ Star Treks zurückgeben könnte. Es gab jedoch so viel positives Feedback zu The Orville, dass ich schließlich doch nicht widerstehen und mir zumindest die Pilotfolge ansehen wollte, um mir eine eigene Meinung zu bilden.
Seth MacFarlane ist mein Held! Ich habe mich sofort in seine Serie verliebt. Eine Episode von The Orville hat mich in so vielerlei Hinsicht an Star Trek (The Next Generation) erinnert, dass ich sofort nostalgisch wurde. Es ist aber nicht einfach nur ein Abklatsch und auch keine Parodie auf Star Trek. The Orville ist inspiriert von Star Trek und war in seiner ursprünglichen Planung sicher als Star Trek Serie gedacht (sein Konzept wurde ABGELEHNT, könnt ihr euch das vorstellen?) und so schuf MacFarlane eben sein eigenes Ding. The Orville fühlt sich wie Star Trek an und sieht wie Star Trek aus, auch wenn es nicht unter dem Label vermarktet wird. Die Crew der Orville ist nicht perfekt, sie hat ihre Schwächen und Stärken und ist lustig und menschlich und – normal – so wie wir alle. Ich würde sofort ein Kommando an Bord der Orville annehmen, so wohl fühle ich mich nach gerade mal 4 Episoden in der Serie. Es ist lange her, dass mich eine Sci-Fi Serie so begeistern konnte.

Bisher wurde die Serie leider noch nicht für weitere Staffeln verlängert und der Grund dafür steht in den Sternen.
Helft mit The Orville um weitere Staffeln zu verlängern und unterschreibt die Petition!

Abgesehen von Star Trek (Ausnahme Discovery!) liebe ich auch Serien wie Farscape, Babylon 5, Stargate Atlantis und Firefly (leider viel zu früh abgesetzt!) und neuerdings eben auch The Orville. Mit den neuen Produktionen wie Lost in Space, The Expanse, Nightflyers und eben auch Discovery fange ich nichts an.

Wenn euch die Trailer zu The Orville etwas zu trashig/klamaukig sind, lasst euch davon bitte nicht abschrecken. Schaut sie evtl. einfach nicht an. Sie geben, meiner Ansicht nach, ein falsches Bild der Serie ab. Die Episoden sind wirklich gut durchdacht, die Charaktere sind sympathisch, das Setting ist genial in Szene gesetzt und die gesamte Stimmung ist hoffnungsvoll und heiter, trotz manch ernster Themen. Wenn ihr also früher gerne Star Trek gesehen habt und – so wie ich – nichts mehr mit Discovery anfangen könnt, gebt The Orville eine Chance!

10 Ways The Orville is more Star Trek than Discovery
Discovery Rating at Rotton Tomatoes
Orville Rating at Rotton Tomatoes

3 Kommentare bei „The Orville – das andere Star Trek“

  1. Hallo Nadia,
    schön, dass du hier noch blogst 😊
    Ich muss sagen, ich habe die 1. Staffel von Discovery sehr geliebt. Es hat mich an Farscape erinnert, die emotionale Komplexität und das viele Graue – ich habe bei manchen Szenen geheult wie ein Schlosshund und das hat davor nur Farscape geschafft (ich schaue es gerade mal wieder an). Die 2. Staffel was für meinen Geschmack dann zu crazy, aber hat mich immer noch besser unterhalten als Picard. Ja, es war nicht klassisches Star Trek, aber das ist mir (auch wenn ich es immer noch gerne schaue), oft zu eindimensional und nicht menschlich genug.
    The Orville klingt gut, muss mal schauen, wo ich das streamen kann.
    Hoffe, dein Knie ist wieder fit!
    Liebe Grüße!

    1. Mit Disco werde ich nicht mehr warm. Expanse, Orville und Picard kann ich dafür rauf und runter schauen. An Farscape habe ich mich mit Disco überhaupt nicht erinnert gefühlt.^^

      Orville geht über Amazon Prime zu streamen. Zumindest die erste Staffel hab ich da kürzlich gesehen. Tu es dir aber nicht auf Deutsch an. Ist grauenhaft.^^

      Was Fandoms angeht bin ich aktuell eher etwas von Sci-Fi abgekommen und eher so Richtung Carnival Row, Alienist, Ripper Street etc. unterwegs. Und ich freue mich über die Maßen auf die kommende Herr der Ringe bzw. Mittelerde Serie. 😀

      1. Lustig, wie unterschiedlich das ist.

        Gut, dann muss ich mal schauen! Als ob ich es mir je auf Deutsch anschauen würde 😂

        Ist bei mir auch so. Ich bin in Richtung Comedy (Working Moms, Mrs. Maisles, Sex Education), Kitsch (Virgin River) und so bissel Kulturkram (Anne with an E) abgedriftet. The Boys fand ich aber zum Beispiel auch richtig gut, obwohl es Superhero-Kategorie ist, die wie ich finde, echt ausgelutscht ist.

        Ripper Street etc. ist mir zu gruselig. Akte X war doch schon zu hart für mich 🙈

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