Körper u. Geist

Rückblickend

Die letzten Monate sind tatsächlich wie im Flug vergangen. Am 9. Juli habe ich meine praktische Prüfung mit einer 2 bestanden und bin nun eine examinierte MFA. 😀 Im Krankenhaus gab es aber leider keine freie Stelle in der für mich infrage kommenden Station (Kardiologie), so dass ich mich nach einem neuen Arbeitgeber umgesehen habe. Inzwischen bin ich in einer gynäkologischen Praxis, wo drei Ärztinnen und fünf weitere MFAs arbeiten (einige in Teilzeit, so wie ich). Es ist okay, aber nichts im Vergleich zu meiner Arbeit im Krankenhaus. Das fehlt mir doch mehr als erwartet. Vielleicht tut sich ja doch noch irgendwann ein Job da für mich auf. Die Hoffnung bleibt.

In den letzten Monaten ist es mir außerdem gelungen knapp 10 Kilo abzunehmen, was mich mächtig freut. Und das sogar ohne allzu viel Sport. Viel geht ja eh noch nicht, da ich immer noch unter einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung leide. Mein Orthopäde sagt mir immer wieder, ich müsse mehr Geduld haben. Noch mehr?, frage ich mich dann immer. Die Fortschritte werden kleiner, das ist leider so.

Ansonsten habe ich heute gar nicht viel Neues zu erzählen. Ich hatte einen sehr schönen Geburtstag und habe von meinem Mann und meinen Söhnen umwerfende Geschenke bekommen, die mich mit vielen Stunden Lesevergnügen durch den Herbst und Winter bringen werden und einige medizinische Gadges, die ich mir gewünscht habe. Ich möchte mir hier zu Hause eine Art kleinen Notkoffer zusammenstellen, falls ein Nachbar mal auf mich angewiesen sein sollte. 🙂

Zum Abschluss des Tages gönne ich mir mit meinem Liebsten eine Flasche Sekt und ein paar Folgen ‚Expanse‘.

Kommt alle gut durch die düstere Jahreszeit! 😀

Körper u. Geist

Wiedereingliederung

Schon bald sind die 4 Wochen der Wiedereingliederung überstanden. Die ersten zwei, in denen ich täglich 3 Stunden gearbeitet habe, sind wirklich wie im Flug vergangen. Mit jedem Tag wurde ich sicherer bei der Arbeit und auch die Schmerzen waren mit 1-3 Ibus (je nach Tag) auszuhalten. Gestern habe ich das Knie allerdings wohl überlastet, so dass es sehr viel stärker schmerzt(e) als die übrigen Tage zuvor und das trotz Medikamenten. Nun ja, auch die letzten Tage werde ich hoffentlich noch gut überstehen. Dann ist erstmal eine kleine Pause angesagt, bis ich meine Abschlussprüfung mache. 🙂

An eine Vollzeitbeschäftigung ist derzeit allerdings nicht zu denken. Dafür habe ich trotz guter Genesung noch zu starke Schmerzen und vor allem zu viele körperliche Einschränkungen. Ich komme noch nicht in die Hocke, Treppen sind auch noch ein richtiges Problem, sowie schnelle Richtungswechsel. Flottes Gehen ist möglich, halbwegs joggen oder rennen jedoch noch nicht. Ich muss mich wohl noch etwas gedulden und fleißig weiter trainieren, trotz der Hitze. 😉

Körper u. Geist

Auf eigenen Beinen

Zustand nach Patellarsehnenruptur: knapp 20 Wochen später

Am 20. März, welches der Geburtstag meiner Mutter gewesen wäre, habe ich die Drahtschlaufe aus meinem Knie entfernt bekommen. Die Operation wurde ambulant unter einem Femoralisblock gemacht. Das heißt, mir wurde das Xylonest (Anästhetikum) direkt in die Femoralisarterie gegeben, so dass lediglich das linke Bein betäubt war. Das hat extrem gut funktioniert, muss ich sagen. Der Anästhesist hat es auch gut mit mir gemeint und mich dermaßen mit Propofol abgeschossen, dass ich absolut nichts von der OP mitbekommen habe. Zumindest erinnere ich mich an nichts. 😉 Drei Stunden nach der OP konnte ich bereits wieder mit Gehhilfen herumspazieren und so durfte mein Mann mich wieder abholen und heimfahren. Zur Schmerzlinderung haben mir Ibu 600 vollkommen ausgereicht.

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Körper u. Geist

Vier Wochen später

Zustand nach Patellarsehnenruptur: 6 Wochen post OP

Seit meinem letzten Blogeintrag sind rund 4 Wochen vergangen. Morgen liegt die Operation bereits 6 Wochen zurück! Und stellt euch vor, ich kann mein Knie – mit Hilfe eines Trainingsgeräts – inzwischen wieder auf 90 Grad beugen! Ich bin so glücklich! Das schien mir in den ersten Tagen nach der OP kaum jemals wieder möglich. Aber es geht und sogar richtig gut. Ich bin meinem Trainingsplan voraus und die Physiotherapeutin ist sehr zufrieden mit mir. Ab morgen kann ich langsam damit beginnen, die Muskulatur im linken Bein wieder aufzubauen, die durch die Ruhigstellung komplett geschwächt ist. Aktuell schaffe ich es nicht, dass Knie aus eigener Kraft mehr als 3-5 Zentimeter anzuheben. Selbst wenn ich es also belasten dürfte, was noch nicht der Fall ist, könnte ich nicht aus eigener Kraft auf dem linken Bein stehen. Es ist erschreckend, wenn man sich auf die Bewegung eines Gliedmaßes konzentriert und sich sagt „Das hebe ich jetzt an“ und dann tut sich praktisch nichts!
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Körper u. Geist

Heilungsprozess

Zustand nach Patellarsehnenruptur: 10 Tage post OP

Am 18. Januar hatte ich meine Knie-OP. Wenn man davon absieht, dass der Femoralis-Katheter leider nichts gebracht hat und ich zwei Tage lang in Agonie verbrachte – man hat mir nicht geglaubt, dass das Schmerzmittel nicht ins Bein, sondern ins Bett läuft! – geht es mir inzwischen einigermaßen gut. Einigermaßen, weil die Umstände natürlich trotz guter Genesung nerven. Ohne Krücken komme ich keinen Meter weit, jeder noch so kleine Gang (aufs Klo etc.) ist eine halbe Weltreise und noch nicht mal duschen oder jede andere Form der Körperhygiene klappt ohne Hilfe. Mein Mann ist wunderbar und unterstützt mich nach besten Kräften. Gegen meinen Frust kann er jedoch nichts tun.

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Körper u. Geist

Wie gewonnen …

… so zeronnnen!

Als ich Ende September letzten Jahres von der Ärztekammer die lange ersehnte Zusage zur Verkürzung meiner Ausbildung zur MFA bekam, war ich zunächst überglücklich und auch ein wenig in Panik. Mit der Zulassung kamen nämlich auch gleich die Prüfungstermine und so hatte ich nur noch rund 6 Wochen Zeit, um mich auf die schriftlichen Abschlussprüfungen vorzubereiten. Mein 40. Geburtstag fiel deshalb aufgrund von massiver Feierunlust wegen des aufgekommenen Stresses ins Wasser. Das war jedoch nur halb so schlimm, da ich eh kein Partymensch bin.
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